Cine-Comunidad 2017

 

  • Diego Armando, co-founder and project leader in Colombia with one of the participants in their first project year

„With privileges come responsibilities“

Andrès Bodensiek

Gegen Ende 2016 haben wir Andrés Bodensiek, einen Masterstudenten für Agriculture and Food Economics der Uni Bonn, kennen gelernt. Als Andrés von Weltweit erfuhr, hat er uns sofort angesprochen, denn er war auf der Suche nach exakt der Unterstützung, die Weltweit ihm anbieten kann.

Andrès ist Mitbegründer von Populus Proyectos Comunitarios, einer Nicht-Regierungsorganisation aus Bogota, die 2012 gegründet mit Hilfe der Kunst und Kultur, und im speziellen des Filmemachens, auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen und diese lösen helfen möchte.

In den letzten 6 Jahren haben sie in 14 Vororten von Bogota Jugendlichen beigebracht Filme zu produzieren, die die Lebensverhältnisse in ihrer Gemeinde dokumentieren oder durch Fiktion ganz bestimmte Probleme thematisieren. Die Filme wurden nach Fertigstellung öffentlich in einem „Cine Comunidad“ Event vorgeführt und auf Filmfestspielen gezeigt.

Die Ngo POPULUS verfolgte damit zwei Ziele:

  • Sie gibt marginalisierten Jugendlichen die Chance, die Fertigkeit des Filmeproduzierens zu erlernen und schafft ihnen damit neue Perspektiven.
  • Sie gibt den bisher Ungehörten eine Stimme, ein starkes Medium mit dem sie sich ausdrücken und ihre Probleme öffentlich werden lassen können.

POPULUS handelt nach dem Prinzip, das das Bewusstwerden der eigenen bzw. kommunalen Probleme an erster Stelle steht, um diese zu lösen. Als nächstes müssen diese Probleme in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden, damit die Menschen beginnen sich zu organisieren. Das „Cine Cumunidad“ Event dient genau diesem Zweck: den Bewohnern der Vororte wird ein Spiegel ihrer eigenen Situation vorgehalten, und sie finden sich in einem Rahmen zusammen, in dem es ihnen leicht fällt sich auszutauschen und zu organisieren. Es wird von unten Druck aufgebaut und Entscheidungsträger werden auf öffentlicher Bühne konfrontiert. Die Betroffenen, die in den meisten Fällen niemals Konsumenten von kulturellen Veranstaltungen waren, erfahren dadurch, dass Kunst nichts Passives ist, sondern ein Mittel sein kann, um aufzurütteln und eine Veränderung herbei zu führen.

Das klingt sehr theoretisch, aber tatsächlich haben sie in den letzten fünf Jahren, in denen sie 16 Workshops mit 186 Kindern durchgeführt und 11 Kurzfilme produziert haben, genau diese Wirkung erzielt. Es haben sich Gruppen von Jung-journalisten formiert, die über die Verhältnisse in ihren Gemeinden berichten. Es haben sich politischen Bewegungen gebildet, die zum Beispiel gegen die negativen Auswirkungen einer offenen Miene eintreten. Es hat sich ein „Audiovisuelles Netzwerk“ unter 15 Gemeinden aufgebaut, das dafür eintritt, sich bei den Problemen in den Kommunen gegenseitig zu helfen.

Einen der Kurzfilme, der sogar einen Preis gewonnen hat (Víctor Nieto auf dem International Film Festival of Cartagena) und zu der Bürgerbewegung gegen die MIenengesellschaft geführt hat, ist dieser hier:

Die gemachten Erfahrungen und Erfolge von POPULUS bestärken Weltweit e.V. Andrés und sein Projekt Cine Comunidad zu unterstützen.

Um das Projekt und die Motivation, die dahinter steckt, besser verstehen und übermitteln zu können, haben wir mit Andrès Bodensiek ein Interview gefilmt:

Dieses Projekt wird bisher gefördert durch:

 

 

Wer Cine Comunidad schnell und direkt fördern möchte, kann es hier tun: