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Kommunales Samenhaus, Borneo

  • The project area is located in the sub-district of Manuhing Raya, Central Borneo. On its area of about 200,000 hectares, there are a total of six Dayak settlements. Three of these settlements are involved in our project. They inhabit and manage a rainforest area of 28,200 hectares

Einrichtung kommunaler Saatgutbanken zum Erhalt der Biodiversität des Regenwaldes auf Borneo, Indonesien

Standy Christianto ist Absolvent des Bonner Masterstudiengangs Agricultural Science and Resource Management in the Tropics and Subtropics.  Er hat 2018 an unserem Monitoring&Evaluation Workshop teilgenommen, steht aber schon seit 2017 mit Weltweit in Verbindung. Nach seinem Studienabschluß ist er 2019 zurück in seine Heimat nach Indonesien gezogen und hat eine Stelle im Borneo Institute (BIT), eine von Indigenen auf Borneo gegründete zivile Organisation, angenommen. Das BIT setzt sich für den Erhalt der Ökosysteme und der Rechte der Dayak, der indigenen Bevölkerung, auf Borneo ein.

Die Insel Kalimantan (Borneo) ist bekannt für seine riesigen Palmölplantagen und den ökologischen Schäden, die mit diesen einhergehen. Durch die ungebrochene Ausbreitung der Plantagen verschwindet nicht nur der Lebensraum der Orang-Utan, auch viele einheimische Pflanzen sind vom Aussterben bedroht. Der Verlust von Biodiversität hat einen fatalen Einfluss auf die Lebensweise und das soziale Gefüge der Dayak, denn diese leben von den natürlichen Ressourcen des Regenwaldes und gleichzeitig schützen sie ihn.

Die Dayak praktizieren eine traditionelle Methode der Landwirtschaft. Sie sammeln Samen von einheimischen Nutzpflanzen und bauen diese auf kleinen Feldern an. Sie sind angewiesen auf ein natürliches Vorkommen dieser Pflanzen in der näheren Umgebung, doch wegen der Ausdünnung und Zerstückelung des Regenwaldes durch die Palmölplantagen müssen die Dayak mittlerweile weite Strecken laufen, um ihr Saatgut zu finden. Das hat zur Folge, dass die Dayak auf modernes Hybridsaatgut zurück greifen, welches sie auf den Märkten und von Händlern beziehen. Diese modernen Sorten benötigen jedoch gänzlich andere Anbaumethoden. Sie brauchen Dünger und Pestizide, um wie gewünscht zu gedeihen, und sie sind in den meisten Fällen nicht an die lokalen ökologischen Gegebenheiten angepasst. Da die Landwirtschaft im Mittelpunkt des Lebensalltags der Dayak steht, zieht deren „Modernisierung“ auch eine Veränderung der individuellen und gesellschaftlichen Lebensweise nach sich. Traditionelle, sich an den landwirtschaftlichen Kalender orientierende Feste, Rollen- und Aufgabenverteilungen innerhalb der Gemeinschaft, Tradierungen zwischen Alt und Jung, all das wird über den Haufen geworfen, und es hat zur Folge das Gemeinschaften auseinanderbrechen und vermehrt junge Dayak die Dörfer in den Wäldern verlassen oder schlecht bezahlte Arbeit auf den Palmölplantagen suchen.

Das wiederrum hat Folgen für den Schutz des Regenwaldes. Die Dayak leben von einem intakten Ökosystem, sie erhalten es und ihre Gemeinschaften bilden eine Hürde gegen die ansonsten ungebremste Ausbreitung der industriellen Palmölplantagen und der Zerstörung der Ökosysteme. Die Umstellung der traditionellen zur „modernen“ Landwirtschaft zerreißt ihr innergemeinschaftliches Sozialgefüge. Sie verlassen die Walddörfer oder suchen Arbeit auf den großen Plantagen, und mittelfristig verlieren damit die in dem Wald lebenden Dayak Gemeinschaften ihre Funktion als Beschützer und Pfleger des Regenwaldes.

Um diesen Teufelskreis zu brechen, ist es notwendig, dass die Dayak weiterhin ihre traditionelle Form der Landwirtschaft betreiben können, trotz des Druckes durch die Palmölindustrie. Standys Projekt möchte dafür eine der Voraussetzungen schaffen: Verfügbarkeit von traditionellen Saatgut.  In seinem ersten von ihm gemanagten Projekt soll eine gemeinschaftlich geführte Samenbank in der Region Manuhing Raya in Zentral Kalimantan aufgebaut werden. Dieses kommunale „Samenhaus“ soll von mindestens 100 Bauern aus drei Dörfern genutzt werden. Es wird eine Kapazität zum Lagern von 50 Pflanzenarten haben und es den Dayak ermöglichen, ihr eigens vermehrtes Saatgut verlustfrei und mit längerer Haltbarkeit einzulagern. Wenn die Bauernfamilien zusätzliches Saatgut für den Anbau benötigen, können sie es aus der Samenbank nehmen, oder wenn sie in Notfällen Geld benötigen, können sie ihre Saatguteinlage verkaufen. Das Samenhaus dient damit als Puffer gegen ökologische wie auch wirtschaftliche Verluste. Mindestens 50 Dorfbewohner werden im Management der kommunalen Samenbank geschult, dazu gehört neben dem ökologischen Biodiversitätsmanagement auch eine Finanzschulung.

Die übergeordneten Ziele teilt Standys Projekt mit vergleichbaren Projekten in anderen Regionen der Welt, in denen kommunale Saatguthäuser etabliert werden. Sie zielen darauf ab, (1) das Wissen über auf Vielfalt basierenden Landwirtschaftssystemen zu stärken, (2) die Widerstandsfähigkeit der natürlichen Agrarökosysteme gegenüber Umweltveränderungen durch die partizipative Methode zu erhöhen und (3) die Rolle und das Fachwissen vor allem von Frauen bei der Auswahl, Produktion, Lagerung und Verteilung von Saatgut in den bäuerlichen Gemeinschaften zu verbessern.

Über den Verlauf und Erfolg werden wir, wie auch im Falle unserer anderen Projekte, auf unseren Facebook und Instagram Seiten berichten, sowie offizielle Berichte in separaten Dateien hier veröffentlichen. Die andere Voraussetzung, um durch die Stärkung der Dayak Gemeinschaften den Regenwald zu schützen, ist natürlich, den Kleinbauern Landrechte zu zugestehen und diese gegen die Palmölindustrie zu verteidigen. In einem anderen Projekt verfolgt das BIT diesen Ansatz und nutzt dazu als Dokumentation die Webseite: www.borneologi.com. Diese sich im Aufbau befindende Seite wird nun benutzt, um auch Ergebnisse aus Standys Projekt zu veröffentlichen.

Dieses Projekt wird unterstützt durch:

Stiftung Ursula Merz

Ihre Stimme für CarbonoLocal

Nataly’s und Laura’s Projekt (siehe unter Projekte) nimmt an einem Start-Up Accelerator Programm teil, aber es braucht unsere aller Unterstützung, um die endgültige Zusage zu bekommen. BITTE gehen Sie auf diesen Link und geben Sie Ihre erste Stimme für CarbonoLocal und Ihre zweite Stimme für PlanAdapt. DANKE!

SE RunderTisch

Die „Digital Round Table on Social Entrepreneurship & Entrepreneurial Ecosystems“ richten wir gemeinsam mit unseren Partnern Life Learning Development e.V. und Afridat aus.

Participants: Register via meeting platform

Speakers: Register via this questionnaire

Date &TimeTitle
  27.08.2020Topic: Entrepreneurial Innovation (EI) as a catalyst for the growth of startups and social ventures in the fast changing world.
Speaker: Professor Lukman Raimi (Professor of Entrepreneurship & CSR)
Organization name: American University of Nigeria (https://www.aun.edu.ng/)
City, Country: Yola, Nigeria

Abstract: The rivalry among product and service providers to gain competitive advantage through the deployment of disruptive technologies is changing the entrepreneurial ecosystem. Consequently, the customers are daily being inundated with new products, processes, services, and technologies in the market domains levering the social media platforms. The slogans in the marketplaces is Innovate or Die.  This webinar is being organised to discuss Entrepreneurial Innovation (EI) as a catalyst for the growth of startups and social ventures in the fast-changing world. From diverse perspectives, the participants will learn and appreciate the definitions of EI, typologies, scope, paradigms, scenarios of EI in business and social enterprises, and barriers to EI. Ultimately, the web-Seminar will refocus the mindset of owners of startups and social ventures to embrace EI at different stages of their business growth in the fast-changing world.
25.09.2020Topic: Learning from Failure- The Story of Ambrosia Global and our Hult Prize Journey
Speaker: Tammy Charles and Dory Estrada
Organization name: Ambrosia Global LLC
City, Country: Tampa, Florida, USA

Abstract: Ambrosia Global was a social enterprise founded in 2011 from students at the University of Tampa, which aimed to franchise aquaponics systems to public-benefit organizations in food-insecure regions.Yet, despite its noble cause to alleviate food insecurity around the world, and supporting seed funding it received, this venture did not survive. In this presentation, co-founders Tammy Charles and Dory Estrada will dissect the reasons why their social enterprise venture did not get off the ground, and give some ‘‘tough love” lessons to young entrepreneurs about how failure can be a powerful teacher.
15.10.2020Topic: Leadership, Entrepreneurship & Service
Speaker: Erastus Mong’are, Founder & CEO – StartUp Africa
Organization name:   StartUp Africa (https://startupafrica.org/)
City, Country: Nairobi, Kenya

Abstract: In a world abundant with opportunity, and in a continent abundant with educated and talented individuals, there is no reason for African nations to be so far behind economically. This webinar that’s weaved with stories of how StartUpAfrica was formed to build the entrepreneurial ecosystem for a strong Africa, and how through leadership, entrepreneurship and service, there has been success, and with it, a focus for impacting the lives of 1 million youth. By the end of the webinar, you will be inspired to: Set a vision of how you can be a change-makerActivate your leadership skills for bigger impactStay resilient with your mission when times are toughConsider joining StartUpAfrica to help achieve its #1Million youth goal by 2030
28.10.2020Topic: Trust the Process: 5 Practical Tips for Enduring the Journey of Entrepreneurship
Speaker: Craig Chavis
Organization name: Cr8tive Craig Business Consulting
City, Country: Columbus, Ohio, USA

Abstract: Entrepreneurship is a journey and not a straightforward path. In this chat, Craig will share his life story and guide readers through the ups and downs of his journey of entrepreneurship through several powerful life lessons. Craig will reveal how he transformed from being a collegiate athlete into a businessman, left everything behind to serve citizens of a foreign country, and found joy in life after a sudden and unexpected betrayal.   Through candid stories and practical advice, he will provide the vital spark of hope that will reignite your inner creative genius and inspire you to never give up no matter what the circumstance.
10.02.2021Topic: Digital marketing with emails and webinars – five steps to develop your online fundraising project
Speaker: Florian Borns, CEO & Co-Founder
Organization name: Digitale Helden gGmbH https://digitale-helden.de/
City, Country: Frankfurt, Germany

Abstract: Fundraising is a challenge for every social entrepreneur. In this presentation Florian shows how his team got 3000 live web-seminar attendees in 2020 and raised Funds in advance so that they could offer the web-seminars for free. He will explain us the easy  „1:1:1:1:1 Method“ to start new projects.While everybody is speaking about social media and the opportunities all the new platform promise us, Florian will highlight something more traditional and convince us of the real value of the good old e-mail list.  

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18.02.2021Extra Session by Action Network Member: locational.network
Topic: Blockchain and cryptocurrencies?! Why it matters for sustainability and ecology
Speaker: Andrew Wood
Organisation name: PositiveBlockchain.io

Abstract: Andrew’s talk will focus on blockchain and cryptocurrencies in SDG’s and Impact investing, an overview of the promises and dangers.

Andrew Wood is a MA Graduate of History, Political Science and Law. He founded Graphenezone – a Nanotech Ideas Hub in Manchester. Since then he has been interested in Tech and dipped his toes in Blockchain from 2013. Over the years Andrew has acquired quite some insight into Artificial Intelligence/Machine Learning and the future of work and creativity in a high technological world.

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Meeting-ID: 889 5030 2393
Kenncode: 863532
25.02.2021Topic: Building Financial Resilience for Entrepreneurs
Speaker: Rukayyat Kolawole, CFA
Organization name: Founder PaceUP Invest GmbH
City, Country:

Abstract: Some financially stressful events, such as divorce, disability, unemployment, and health problems affect people individually and it often is the bullet that brings your business down or is the major obstacle for your Start-Up creation. Financial resilience is the ability to withstand life events that impact one’s income and/or assets. There are certain systematic ways to archive financial resilience and in this talk you learn about some of them. Ms Kolawole is the founder and CEO of PaceUP Invest GmbH in Germany and PaceUP Invest SAS in France; a Fintech start up whose mission is to empower women financially and help with wealth building irrespective of their income towards attaining a responsible and sustainable future for themselves and their generation. She is highly engaged in helping women take control of their money, finances, investments and lives through education, coaching, and investing to reach their goals.

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16.03.2021Topic: How to create innovative products and services using the Value Proposition Canvas
Speaker: Maren Lessmann
Organization name: Product Owner & Business Developer (self-employed)
City, Country:

Abstract: This session is about understanding and applying the Value Proposition Canvas in order to design, test and develop successful value propositions that meet customer needs. The overall goal is to achieve a perfect „fit“ between the customer’s needs, and the value proposition of your product or service. We will dive into each section of the canvas, in order to deeply understand how this fit can be achieved and most value can be created. Maren is now a Product Owner and Business Developer but before she had been working for an electricity company, where she designed and developed digital products and services using agile methods and design thinking tools. During this time, she learned what it means to quickly and efficiently create customer-centered products.  Maren will share her knowledge about tools, methods and processes with young entrepreneurs and like-minded people.

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18.3.2021
7pm
Extra Session by Action Network Member: locational.network
Topic: Introduction to the Principles for Digital Development and how they affect the work of future change agents
Speaker: Ronald Steyer
Organization name: positiveblockchain.io
City, Country: Mainz, Germany

Abstract: PositiveBlockchain recently endorsed the Principles for Digital Development <https://digitalprinciples.org/>.
Ronald will talk about why they did so, what these Principles are, and about some points that would need to be tweeked or where the perspective on local initiatives is not yet so well included. The Principles for Digital Development are nine guidelines that are designed to help integrate „best practices“ into technology-enabled programs and are intended to be updated and refined over time. With high potential of digital tools and broad adoption also in development aid projects, is there a good practice for this? There will be room for Q&A and discussion!
Ronald Steyer is board member of PositiveBlockchain https://positiveblockchain.io, the open-source database, media platform and community exploring the potential of blockchain technologies for social and environmental impact. Its a non profit association run by a community of contributors: based in 30 cities in 15 countries and counting. Ronald knows the development aid sector from working on all levels from policy definition in the G7/8 context down to project development and implementation in an African country. He also started locational.network recently to link tech-minded people with #localize community to overcome #oldaid mindset/practices.

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Meeting Id: 847 6670 6418
Topic: Speaker: Organization name: City, Country: Abstract: approx. 1 paragraph    
Topic: Speaker: Organization name: City, Country: Abstract: approx. 1 paragraph    
Topic: Speaker: Organization name: City, Country: Abstract: approx. 1 paragraph    
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CarbonoLocal

Freisetzung des großen Potenzials von Kleinbauern durch Zugangsschaffung zum internationalen Kohlenstoffmarkt

Die Eindämmung des Klimawandels ist eine globale Aufgabe. Zahlreiche Studien wie die aktuelle von Agora Energiewende (2020) zeigen, dass zur Erreichung des globalen Temperaturziels von unter 1,5°C und zur Erreichung der Klimaneutralität in Deutschland drei wesentliche Schritte notwendig sind, um deutliche Fortschritte zu erzielen:

  1. 65% Minderung der Emissionen bis 2030, als Teil des EU-Green New Deal.
  2. 95% Minderung der Emissionen bis 2050.
  3. Ausgleich der Restemissionen durch Kompensations-  und Negativemissionenprojekte bis 2050 

In diesem Sinne haben Klimaschutzinitiativen bzw. Kompensationsinitiativen in Entwicklungs-und Schwellenländern das Potenzial einen entscheidenden Beitrag für eine Emissionsfreie und klimagerechte Wirtschaft in Deutschland zu leisten.

Wir werden lokale Initiativen in Lateinamerika/Kolumbien zusammenbringen, um eine internationale CO2-Zertifizierung zu erhalten und den entsprechenden Verkauf auf dem wachsenden freiwilligen internationalen Kohlenstoffmarkt zu fördern. Dieser wirtschaftliche Beitrag, der sich aus der Kompensation von Emissionen ergibt, ermöglicht es dieser Gemeinschaft, ein zusätzliches Einkommen zu erzielen und die Kontinuität des Projektbetriebs zu gewährleisten.

Unsere Vision bei CarbonoLocal ist die positiven sozio-ökologischen Auswirkungen und Emissionsminderungen, die durch kleine Initiativen entstehen, durch eine Kohlenstoffzertifizierung sichtbar zu machen, die dann anerkannt und bezahlt werden. Auf diese Weise können Ihre Emissionen auf dem internationalen Kohlenstoffmarkt verkauft werden.

Was ist das Kernproblem und warum ist unsere Lösung notwendig?

Wir haben festgestellt, dass die Emissionsminderung eines Projektes auf mindestens 5000 Tonnen CO2 pro Jahr reduziert werden muss, damit eine Zertifizierung für das Kompensationsprojekt Rentabel ist. Damit das Ziel erreicht wird, kann CarbonoLocal kleine Initiativen, die zusammen 5000 Tonnen erreichen, zusammenbringen, um eine Zertifizierung als Verbundprojekt zu erhalten.Unser Ziel bei CarbonoLocal ist es, Gemeinschaften zu fördern und gemeinschaftliche Zertifizierungen zu ermöglichen.

Ebenso werden wir innerhalb unserer Dienstleistungen die Einbeziehung des europäischen technologischen Fortschritts in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz (Nutzung von Abfall und Biomasse) fördern. Damit könnte der Preis pro Tonne CO2 höher sein, da er z.B. zu anderen nachhaltigen Entwicklungszielen beiträgt: 7. Bezahlbare und saubere Energie; 8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum.

Was ist unser Unique Selling Proposition-USP?

Wir sind Pioniere bei der Abschaffung von Zertifizierungshindernissen für kleine Gemeinden und unterstützen sie bei der Umsetzung innovativer europäischer Technologien, die eine höhere Energieeffizienz in ihren Projekten und die Erzeugung wertvoller Nebenprodukte (u.a. erneuerbare Energie, Pflanzenkohle, Biomaterialien Biokraftstoffe) ermöglichen. Dadurch werden wir den Technologietransfer zwischen Deutschland- Kolumbien vorantreiben können.

Unsere Dienstleistung:

Wir bieten CO2-Zertifikate von innovativen, zukunftsfähigen und wirksamen Klimaschutzprojekten aus lokalen Gemeinden in Kolumbien an. Wir arbeiten an einer Reihe von Strategien, die die naturbasierte Lösung mit innovativen Technologien kombinieren, die Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen werden: Regenerative Landwirtschaft und Aufforstung, Energieeffizienz und dezentrale Solarenergieprojekte.

Wie ist unser aktueller Stand? Woran arbeiten wir gerade?

Wir sind gerade dabei, CarbonoLocal als UG (haftungsbeschränkt) in NRW zu gründen. Wir haben bereits unsere ersten beiden potenziellen Kompensationsprojekte in Kolumbien gefunden im Bereich 1. nachhaltiger Landwirtschaft und 2. Aufforstung und Biodiversitäterhaltung. Wenn wir am Anfang 2021 mit dem Zertifizierungsprozess anfangen würden, könnte die Zertifizierung mitte 2022 ausgezeichnet werden.

Das Team:

Wir sind zwei Schwestern, die im ländlichen Kolumbien geboren und aufgewachsen sind und derzeit in Deutschland leben. Wir setzen uns mit großem Engagement dafür ein, unser Fachwissen aus rund 2 Jahren in den Bereichen Erneuerbare Energien, Waste to X-Technologien, Emissionsberechnung und Kohlenstoffmärkte in den Dienst lokaler Gemeinschaften zu stellen, die sozial und wirtschaftlich enorm davon profitieren können, während sie gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Laura arbeitet seit etwa zwei Jahren im Power-to-Fuel-Sektor und Nataly ist derzeit Teil eines Beraterteams für Technologieaustausch im Bereich Waste-to-Energy mit Schwerpunkt in Lateinamerika.

Nach mehreren Diskussionen und Recherchen sind wir bei dem Thema Emissionszertifikate zum Schluss gekommen, dass sowohl bei den Gemeinden in  Kolumbien als auch bei den Unternehmen in Deutschland große Nachfrage herrscht.

Deshalb haben wir uns entschieden, unseren Träumen zu folgen und ein wirkungsorientiertes Unternehmen mit einem Ansatz der Geschlechtergleichstellung und Klimagerechtigkeit zu gründen.

Nataly Cubillos

M.Sc. Natural Resources Management and Sustainable Development – TH Köln

Weiterbildung “Climate and Renewable Energy Finance”

Expertin in Treibhausgase Berechnung,  Klimaschutzprojekten in Bereich “Biomass, Abfallwirtschaft und Landwirtschaft”; Zertifizierung von Klimaschutzprojekten bei internationalen Carbon Standards (Verra, Gold Standard) und Carbon Markets

Motivation: Anerkennung  lokaler Gemeinden und Innovation in den Projekten einbringen

Laura Cubillos

M.Sc. Renewable Energy Management – TH Köln

Expertin in Alternative Renewable Energies bzw. Power-to-X tecnologies, Zertifizierung von Klimaschutzprojekten bei internationalen Carbon Standards (Verra, Gold Standard) und Carbon Markets

Motivation: Sozialunternehmen und local empowerment

Meine Corona freie Schule – Lima, Peru

  • Cerrito Azul is a school for disabled children in Lima, Peru

Erarbeitung eines Hygienekonzeptes für Cerrito Azul – eine Schule für behinderte Kinder in Lima

2019 haben wir Mariana Vidal von BluoVerda Deutschland e.V. durch die Empfehlung einer unserer Sommerakademie-Teilnehmerinnen kennengelernt. Mariana ist Peruanerin, sie lebt seit zehn Jahren in Dresden und hat an der TU Dresden promoviert. Zusammen mit anderen Freunden, die meisten von ihnen aus Lateinamerika und ebenfalls Spezialisten für das Management natürlicher Ressourcen, gründete sie BluoVerda, das Umweltprojekte in Südamerika unterstützt und initiiert. Die Philosophie und der Ansatz von BluoVerda und natürlich der Pool an Gründern und Mitgliedern, die alle fantastisch ausgebildete Experten sind, machten den Verein zu einem perfekten Partner für Weltweit e.V.


Im Jahr 2020 starteten wir unser erstes gemeinsames Projekt, einen Online-Workshop zu Geoinformationssystemen für das Projekt Monitoring. Kurz darauf schlug Mariana vor, eine finanzielle Unterstützung zu beantragen, die Cerrito Azul helfen würde, die Corona-Krise zu überwinden. Cerrito Azul ist eine Schule für behinderte Kinder in Lima und Mariana kannte den Gründer Jorge aus ihrer Kindheit. Beide gingen auf die Humboldt-Schule in Lima und hielten seither regelmäßig Kontakt. Die Anbahnung dieses Projektes war also eine Herzensangelegenheit, aber eine, die unserem wichtigsten Erfolgsprinzip folgte: persönlicher Kontakt und Kenntnisse.


Ein Lebenswerk zur Unterstützung von Kindern mit Behinderungen In den vergangenen 28 Jahren hat Jorge Paredes, der Gründer von Cerrito Azul, vier von der Kirche und von privater Seite gestiftete Gebäude zu einer Grund- und Sekundarschule, einer Werkstatt und einem Waisenhaus umgebaut. Die Schulen ermöglichen, dass mehr als 120 Kinder mit Behinderungen (Autismus und Down-Syndrom) eine Ausbildung erhalten können. Das Waisenhaus beherbergt derzeit sieben junge Erwachsene/Jugendliche (zwischen 15 und 30 Jahren) mit Behinderungen, die dauerhaft im Cerrito Azul Center leben.


Unsere Organisationen helfen Cerrito Azul, wobei Bluoverda Deutschland e.V. Weltweit e.V. bei der Aufklärung von Schülern und Lehrern sowie bei der Versorgung mit Hygieneartikeln während der Covid-19-Pandemie unterstützt. In enger Zusammenarbeit mit Jorge und seiner Kollegin Mariella entwarfen wir zahlreiche Plakate für die Schule, um das Bewusstsein für das Händewaschen und die Einhaltung der sozialen Distanz zu schärfen, sowie die entsprechende Ausrüstung bereitzustellen.
Darüber hinaus hatten wir Kontakt mit der Hans-Thoma Schule, einer Schule für Kinder mit Behinderungen in Oberursel, Deutschland. Engagierte Lehrer dieser Schule teilten ihre Erfahrungen mit Jorge und Mariella und inspirierten sie dadurch sehr, wie ein Hygienekonzept, das das Virus effektiv eindämmt, aussehen sollte. Im Idealfall entwickelt sich aus diesem produktiven Erstkontakt der beiden Schulen eine langjährige Partnerschaft.

Diese Projekt wird unterstützt durch:

Bodenversalzung von Maputos Gemüsegärten, Mosambik

Integrierung von Kleinbauern in angewandte Agrarforschung:

Angepasstes Management des Versalzungsproblems in Maputo’s stadtnahen Gemüsebaugebieten

 „Partizipative Erprobung von Strategien zum Management von Bodenversalzung in Gemüsebausystemen des südlichen Mosambik“

Projekthintergrund

Die Idee zu diesem Projekt entstand bereits vor einiger Zeit, im Jahr 2018, als Jakob Herrmann und Matias Siueia Junior eine explorative Feldstudie zum Problem der Bodenversalzung innerhalb des stadtnahen landwirtschaftlichen Grüngürtels Maputos, der Hauptstadt Mosambiks, durchführten. Jakob, einer von Weltweits neusten Mitgliedern, erlangte kürzlich seinen Masterabschluss in ‚Agriculture and Resource Management in the Tropics and Subtropics‘ an der Universität Bonn. Universitätskontakte führten ihn damals nach Maputo und an die Universität Eduardo Mondlane (UEM), Mosambiks renommierteste Lehr- und Forschungseinrichtung, um dort sein Abschlussprojekt durchzuführen. Erklärtes Ziel war es, die Ursachen, das Ausmaß, sowie lokale Wahrnehmung und Wissen bezüglich des örtlichen Versalzungsproblems  zu untersuchen. Die mehr als 10.000 Kleinbauern, welche die lokalen küstennahen Feuchtgebiete bewirtschaften, garantieren für die kontinuierliche Versorgung der Hauptstadt mit frischem Gemüse. Allerdings stellen ein hoher Schädlingsdruck, ungünstige Niederschlagsverteilung (zum Teil verschärft durch Klimawandeleffekte), unzureichender Zugang zu angemessenen Agrarinputs, und eben auch Bodenversalzung weitverbreitete Herausforderungen dar und beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gemüseproduktion. Während erstgenannte Probleme bereits seit längerer Zeit auf der Agenda lokaler Agrarforschung und -beratung standen, so war Bodenversalzung ein bisher kaum untersuchtes und kontextualisiertes Thema.

Jakob wurde im Rahmen seiner Forschung nicht nur intensiv durch die Agrar- und Forstwirtschaftliche Fakultät der UEM betreut. Er erhielt ebenso wertvolle Unterstützung von Matias, in seiner Funktion als technischer Koordinator der Abteilung für „Landwirtschaft, Tierhaltung, Fischerei und Beratung“ der Stadtverwaltung Maputos (DAPPE). Matias stellte die für die Forschung essenziellen Kontakte zu den lokalen Anbauorganisationen her, und fungierte mit der Zeit auch immer mehr als tatkräftiger Forschungspartner. Er hält einen Masterabschluss in Bodenkunde von der Universität Lavras (Brasilien) und arbeitet bereits seit 8 Jahren für DAPPE. In all dieser Zeit blieb er auch immer der Wissenschaft treu; wirkte in diversen Forschungsprojekten als Berater mit und übernahm Teilzeit-Lehraufträge an örtlichen Hochschulen.

Jakobs und Matias Studie, welche 2019 fertiggestellt wurde, ergab, dass Bodenversalzung in der Tat eine ernstzunehmende und sich potenziell verschärfende Herausforderung an Maputos  Agrarsystem darstellt. Die lokalen Ursachen für das Problem sind komplex. Hydrologisches Missmanagement, Urbanisierungseffekte, Meeresspiegelanstieg, sowie Klimawandelaspekte spielen wohl eine Rolle. Die Kleinbauern kämpfen mit Bodendegradation, zurückgehenden Erträgen, bis hin zu gänzlichem Verlust ehemaliger Ackerfläche. Den Betroffenen fehlt es oftmals an Fachwissen und finanziellen Kapazitäten, um diesen Prozessen entgegenzuwirken und das Versalzungsproblem nachhaltig zu managen. Auf der Suche nach geeigneten Lösungen stellten Jakob und Matias mit Erstaunen fest, dass anwendungsorientierte Forschung im Kontext von Bodenversalzung und Gemüsebau praktisch inexistent ist. Der tatsächlich sehr große Fundus an relevanter wissenschaftlicher Literatur beschränkt sich weitestgehend auf Grundlagenforschung, durchgeführt unter kontrollierten Gewächshausbedingungen, und lässt sich daher leider nicht direkt auf die komplexen Realitäten kleinbäuerlicher Landwirtschaft anwenden. Trotz alledem zeigt dieser Wissensfundus eine Vielzahl potenzieller Lösungsansätze auf. Vielversprechend sind u.a. verbessertes Bewässerungsmanagement (z.B. Tröpfchenbewässerungssysteme), Mulchsysteme, angepasste Ausbringungsmuster für organische und synthetische Düngemittel, spezifische Biodüngemittel, Nutzung alternativer salztoleranter Gemüsearten und –sorten, sowie angepasste Fruchtfolgen und Zwischenfruchtanbau. Mit dieser Erkenntnis war die Projektidee geboren. Jakob und Matias waren motiviert, mit diesen von der Wissenschaft als vielversprechend suggerierten Managementansätzen zu experimentieren und schließlich praktische und lokal angepasste Lösungen zu identifizieren.

Seitdem haben sie daran gearbeitet, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Nachdem ein Projektplan erarbeitet war, suchten sie nach geeigneten Partnerschaften für dessen Umsetzung. Insgesamt vier Institutionen konnten für das Unterfangen gewonnen werden und bündeln nun ihre jeweiligen Expertisen. DAPPE als Hauptimplementierungspartner wird von ABIODES (repräsentiert durch Alberto Luis), einer mosambikanischen NGO mit langjähriger Erfahrung in der Förderung agrarökologischer Anbaumethoden, sowie von der Agrar- und Forstwirtschaftlichen Fakultät der UEM (repräsentiert durch Professor Sebastião Famba) unterstützt. Weltweit übernimmt eine weitestgehend koordinierende Funktion, mit Unterstützung in den Bereichen Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, und ähnlichem. Diese ersten Anstrengungen zeigten sich bereits erfolgreich und wir können optimistisch unserem Projektstart im September 2020 entgegensehen. Geschuldet ist dies maßgeblich der wertvollen finanziellen Unterstützung durch die “Conservation, Food & Health Foundation” , den “Hand-in-Hand Fonds” und der „Hessen Agentur“.

Wie bereits angedeutet, besteht das Hauptziel des Projektes darin, den großen Fundus an theoretischem Wissen zum Nexus „Bodenversalzung und Gemüsebau“  greifbar zu machen und in die Praxis zu übertragen. Das Projekt setzt dabei auf einen partizipativen und modularen Ansatz. Im Zentrum steht die kombinierte Durchführung von „Farmer Field Schools“ und wissenschaftlichen Feldversuchen. Die Idee ist es, Vertreter der lokalen kleinbäuerlichen Gemeinschaft aktiv in alle Aspekte der Forschungs- und Experimtierprozesse zu involvieren. Sie werden u.a. dabei helfen, die zu testenden Managementansätze auszuwählen, die Versuchsflächen zu betreuen, sowie die Experimentierergebnisse zu beurteilen. Gleichzeitig sorgt das Mitwirken der UEM für wissenschaftliche Fundiertheit. Im Idealfall wird das Projekt somit lokal angepasste Lösungen identifizieren und den örtlichen Kleinbauern zugänglich machen; und gleichzeitig, durch die Generierung und Veröffentlichung wissenschaftlicher Erkenntnisse, auch überregional einen Beitrag zu einschlägigen Forschungs- und Entwicklungsbemühungen leisten. Als ergänzendes Modul ist die Beschaffung von moderner mobiler Bodenmesstechnik und die Etablierung eines GIS-basierten Monitoringsystems zur Bodenversalzung angestrebt. Ein solches System wird es den lokalen Entscheidungsträgern in Zukunft ermöglichen, faktenbasierte und effizientere Landnutzungsentscheidungen innerhalb Maputos landwirtschaftlichen Grüngürtels zu treffen.

Erklärtes Ziel ist es, die experimentellen Aktivitäten des Projektes über mehrere Jahre und Anbauperioden durchzuführen. Regelmäßig werden wir hier über deren Fortschritt berichten.

Initiale Projektphase: August – Dezember 2020

Der COVID-19 Pandemie zum Trotz, und mit ein wenig Glück, konnten wir unsere Projektinitiative planmäßig in der zweiten Jahreshälfte beginnen. Der Projektstart fiel mit der freudigen Nachricht über Zusatzfinanzierung durch die ‚Entwicklungszusammenarbeit des Landes Hessen’ zusammen. Diese Förderung erlaubte uns, unter anderem, die technische Ausstattung unseres Vorhabens zu verbessern. Nachdem wir die Akquise des notwendigen Equipments und letztendlich auch dessen Transport nach Mosambik zum September erfolgreich abgeschlossen hatten, arbeiteten alle Projektpartner eifrig an der Umsetzung der für das Jahr 2020 gesteckten Ziele. Neben einer Workshopserie zur korrekten Nutzung der neuen Sensortechnik und mobilen Kartierungsmethoden für das lokale Agrarberatungs- und Projektpersonal, wurden strategische Bodenbeprobungen und -analysen zur Eingrenzung möglicher Standorte der für 2021 geplanten Feldversuche und „Farmer Field Schools“ realisiert. Für eine anschaulichere und strukturiertere Schilderung der Aktivitäten dieser ersten Projektphase verweisen wir auf den unten angefügten Bericht (in Englisch).

Einen ausführlichen Einblick in das Projektgebiet und das Problem der Bodenversalzung erhält man beim Lesen Jakob Herrmanns Masterarbeit:

Der mit den lokalen Partnern erarbeitete Projektplan kann hier eingesehen werden:

Aktuell, zum Jahresbeginn 2021, trotz kleinerer Verzögerungen, sind alle Projektpartner optimistisch und arbeiten vorfreudig auf den für Beginn der Anbauperiode (März/April) vorgesehenen Start der experimentellen Feldtätigkeiten hin.

Projekt-Update: Januar – Mai 2021

Unsere Projektaktivitäten konnten weitestgehend nach Plan durchgeführt werden. Nach geringen Verzögerungen, maßgeblich aufgrund anhaltender Effekte der Regenzeit, welche weite Teile von Maputos landwirtschaftlichem Grüngürtel unter Wasser stehen ließ, konnte das Projektteam effektiv erneut die Feldarbeit aufnehmen. Prägende Tätigkeiten seitdem waren die Installierung unserer drei Feldversuchsflächen sowie weitreichende strategische Netzwerkarbeit auf fachlicher Ebene. Alle Aktivitäten dieser Projektphase sind detailliert im folgenden Bericht dokumentiert.

Partner in diesem Projekt sind:

Dieses Projekt wird unterstützt von:

Innovationsförderung Hessen
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