Projektzusammenfassung
BLUE-ECONOMY-LAB ist ein Erasmus-Projekt, bei dem Organisationen aus Kolumbien, Chile, Deutschland und Spanien zusammenarbeiten, um den maritimen Sektor in Lateinamerika, insbesondere in Kolumbien und Chile, zu stärken. Im Fokus stehen neue Lehrpläne, praktische Trainings und eine enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Unternehmen und lokalen Gemeinschaften. So sollen nachhaltige Fischerei, Küstenmanagement und andere „Blaue Berufe“ gefördert werden. Ein besonderes Anliegen ist dabei die Gleichstellung der Geschlechter und der respektvolle Umgang mit marinen Ressourcen.
Status
ongoing since 2025
Budget
EUR 392.690
Links
Partner
Europäische Kommission
DomSpain SLU (ES)
2811 – Asociacíon Veintiocho Once (CO)
Corporación Universitaria Minuto de Dios (CO)
Centro De Formación Técnica Instituto Del Medio Ambiente (CL)
Mil y un mentorías (CL)
Projektziele
Bedarfsanalyse zu Green Skills
Innerhalb der ersten drei Monate werden Einzelinterviews und Kurzbefragungen mit Teilnehmenden aus VET-Institutionen sowie lokalen Betrieben in Chile und Kolumbien durchgeführt, um Lücken im Bereich „Blue & Green Jobs“ zu identifizieren. Dies führt zu einem Analysebericht mit konkreten Empfehlungen, der die Grundlage für weitere Projektschritte bildet.
Entwicklung und Implementierung einer digitale Lernplattform
Bis zum zwölften Projektmonat wird eine benutzerfreundliche Online-Plattform mit interaktiven Modulen zu Themen wie Küstentourismus und mariner Ressourcennutzung aufgebaut. Ziel ist es, Lehrkräften und Branchenexperten praxisnahe E-Learning-Inhalte und Testläufe bereitzustellen, die zu mindestens 80 % zufriedenes Feedback führen sollen.
Regionale Pilotmaßnahmen
Zwischen dem zehnten und zwölften Monat werden praxisorientierte Pilotprojekte durchgeführt. Drei Bildungseinrichtungen, zwei aus Chile, eine aus Kolumbien, testen dabei gemeinsam die in der Lernplattform erarbeiteten Konzepte und generieren Best-Practice-Beispiele zur späteren Skalierung.
Fachkonferenz „Green Skills for the Blue Economy“
Eine Fachkonferenz bringt Teilnehmende aus dem Bildungssektor, NGOs und der Industrie zusammen, um sich über grüne Kompetenzen und berufliche Chancen im maritimen Bereich auszutauschen. Neben Fachvorträgen und Workshops werden konkrete Handlungsempfehlungen in einem Abschlussbericht festgehalten.
Green Skills Booklet
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird bis zum 21. Projektmonat ein kompakter Leitfaden erstellt, der ein hilfreiches Instrument für Einzelpersonen, Pädagogen und Fachleute ist, um ihr Verständnis für Nachhaltigkeitspraktiken, Umweltschutz und wirtschaftliche Möglichkeiten in Sektoren, die mit der blauen Wirtschaft verbunden sind, zu verbessern.
LATAM VET for the Regeneration of Seas and Oceans – Blue Economy and Blue Jobs Program for Colombian and Chilean Institutions
Unser langjähriger Partner, die 2811 UG aus Berlin, dessen chilenischer Gründer Waldo Soto damals in Berlin seinen Masterabschluss gemacht hat, bat uns erneut, die Rolle des Koordinators in einem Erasmus+ Projekt zu übernehmen. Seitdem wir Waldo 2018 in einem unserer Workshops kennen gelernt haben, konnten wir mit seiner damals noch kleinen Organisation viele Klimabildungsprojekte verwirklichen. Wir waren fasziniert von Waldos unermüdlichen Einsatz, die Auswirkung des Klimawandels in seiner Heimat einzudämmen und gleichzeitig durch innovative Lehr- und Aufklärungskonzepte, das Bewußtsein und die Fähigkeit zu einem positiven Wirken bei der Jugend hierzulande, zu stärken. Mittlerweile ist 2811 in ganz Lateinamerika aktiv, und wir sind es, die von ihnen lernen.
BLUE-ECONOMY-LAB ist ein zweijähriges Erasmus-Projekt, das Fachleute aus Kolumbien, Chile, Deutschland und Spanien zusammenbringt, um Küstenregionen in Lateinamerika fit für die Zukunft zu machen. In vielen dieser Regionen hängen Arbeitsplätze eng mit dem Meer zusammen, gleichzeitig sind passende Bildungsangebote und die nötige Infrastruktur oft Mangelware. Genau hier setzt das Projekt an: Gemeinsam werden Lehrpläne und Lernmaterialien entwickelt, die Themen wie nachhaltige Fischerei, Aquakultur, Küstenmanagement und Meeresschutz behandeln.
Ein wichtiger Baustein sind Fortbildungen für Lehrkräfte und Ausbilder*innen, bei denen sowohl fachliches Know-how als auch moderne Unterrichtsmethoden vermittelt werden. In Pilotphasen werden die neu erarbeiteten Konzepte direkt getestet, sodass immer wieder nachjustiert werden kann, wenn sich vor Ort Herausforderungen zeigen. Gleichzeitig legt BLUE-ECONOMY-LAB großen
Wert auf den Austausch mit lokalen Unternehmen, Gemeinden und Behörden, damit alle Seiten an einem Strang ziehen und die Verbesserungen nachhaltig verankert werden können.
Ein zentrales Anliegen ist, dass möglichst viele Menschen in den Genuss dieser Bildungsangebote kommen. Deshalb achtet das Projekt auf Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion, etwa indem
Frauen und benachteiligte Gruppen besonders gefördert werden. Darüber hinaus entsteht ein internationales Netzwerk, in dem sich die beteiligten Institutionen langfristig über innovative Konzepte und Best Practices austauschen können.
Die BLUE-ECONOMY-LAB will nicht nur die lokale Wirtschaft stärken, sondern auch das Bewusstsein für den Schutz der Küsten- und Meeresökosysteme schärfen. So soll gezeigt werden, dass nachhaltiges Wirtschaften keine leere Phrase ist, sondern konkrete Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig den Erhalt der Natur sichern kann.